Akupunktur

Grundlagen

Die Grundlagen der Akupunktur wurden vor über 2.000 Jahren im Rahmen der traditionellen chinesischen Medizin formuliert. Im Mittelpunkt steht die Vorstellung von einer im Körper fließenden Lebenskraft, chinesischQi, auf deren Wirkung alle Lebensäußerungen beruhen. Die Lebensenergie ist in ständigem Fließen, immer in Bewegung. Auch die Funktionen innerer Organe wie Atmung, Verdauung, Körperabwehr wird von der Lebensenergie hervorgebracht. Ähnlich wie die Flüsse das Land durchziehen, ziehen Energiebahnen, Meridiane genannt, durch den Körper und versorgen ihn mit der lebensnotwendigen Energie. Auf diesen Leitbahnen liegen die Akupunkturpunkte, mit deren Hilfe man die Energieflüsse beeinflussen und regulieren kann.Wenn man gesund ist, fließt die Lebensenergie in Harmonie. Krankheiten sind nach chinesischer Vorstellung auf eine Störung im Fließen der Lebensenergie Qi zurückzuführen, entweder liegt eine Schwäche oder eine Fülle der Lebenskräfte vor. Auch Blockaden im Lebensenergiestrom können Schmerzen oder Krankheiten hervorrufen.

http://www.ogka.at/i_patienteninformation.asp

Die Behandlung

Die Nadelung der Akupunkturpunkte hat eine harmonisierende Wirkung, Blockaden werden gelöst, so dass ein ungestörtes, harmonisches Fließen des Energiestromes gefördert wird. Während der Akupunktursitzung treten vielfältige Veränderungen im Körper auf. Diese lösen verschiedene Empfindungen und Gefühle aus: Der Einstich der Akupunkturnadeln führt zu einem kurzzeitigen Einstichschmerz. Nach dem Nadeln der Akupunkturpunkte empfindet man häufig ein Schwere- und Druckgefühl an den Einstichstellen, das von den Chinesen "De Qi" Gefühl genannt wird.Selten tritt auch ein Gefühl einer leichten Elektrisierung auf. Dieses "Nadelgefühl" kann unterschiedlich stark empfunden werden.Nachdem die Nadeln für einige Minuten liegen, entspannt sich der Körper. Arme und Beine fühlen sich oft schwerer an. Es tritt ein Gefühl stärkerer körperlicher Präsenz auf. Wenn Spannungen sich lösen, können körperliche Empfindungen wie Zittern, Kribbeln, Kälte- oder Hitzegefühle, Schwindel auftreten. Diese Empfindungen sind Ausdruck der Klärung der Spannungen und Blockaden, die oft der Krankheit zugrunde liegen.In der Regel wird 1 Akupunkturbehandlung pro Woche durchgeführt, in Serien von mindestens 5 Behandlungen. Danach wird beurteilt, ob eine weiterführende Behandlung sinnvoll ist (maximal 10 Behandlungen). 3-4 Monate nach Abschluß der Behandlung sind zur Auffrischung 2-4 Akupunktursitzungen zu empfehlen, die zur Stabilisierung des Heilerfolges beitragen. Bei erneutem Auftreten der Erkrankung nach Monaten oder Jahren, z.B. bei Migräne, sollte frühzeitig mit einer erneuten Akupunkturbehandlung begonnen werden, die meist deutlich kürzer ist als der erste Behandlungszyklus.